Kaiserschmarrn

Der Kaiserschmarrn ist wohl die bekannteste Süßspeise der österreichischen Küche. Eigentlich wollte ich ihn hier gar nicht auf die Seite schreiben. Es gibt viele authentische, gute Rezepte für den Kaiserschmarrn. Da habe ich einfach nicht die Notwendigkeit dazu gesehen. Bis zu dem Tag, als mich meine beiden Lieblings- Bademeisterinnen Annina und Kim darum gebeten haben.

Historischer Schmarrn.

Über seine Entstehung kursieren viele Legenden.

Angeblich wollte man ihn als eine Art süßes Omelette um 1854 der berühmten Kaiserin Sissi von Österreich servieren, wobei dieser zeriss. Da sich die Kaiserin wohl zierte, sprang der Kaiser angeblich mit den Worten “Na dann geb halt her, den Schmarrn, den unser Koch da zusammengekocht hat!” – und so war wohl das Gericht geboren.

Eine weniger witzige ist die Andekdote, dass dem Kaiser auf einer Hütte von einem Senn (dem Kaser) einen Kaserschmarrn vorgesetzt sein worden soll. Dem Monarchen mundete dieses Gericht so gut, dass er es zum Kaiserschmarrn erhob.

Nackte Tatsachen.

Der Schmarrn besteht eigentlich eine Art Crêpe- oder Pfannkuchenteig, unter den zur Lockerung steif geschlagenem Eiweiss gehoben wird, was dazu führt, dass der “Pfannkuchen” luftig-locker aufgeht.

In den echten Kaiserschmarrn gehören eingelegte Rumrosinen. In Österreich verwendete man stets “Inländer Rum”, also das, was heute als Stroh 80 im Handel ist.

Zu seinen Begleitern gehörten traditionell der Zwetschgenröster, einer Art Zwetschgenkompott oder Marillenröster, einer Art Aprikosenkompott. Aber oftmals serviert man auch Apfelmus dazu. Gerne esse ich auch ein Kirschenkompott dazu.

Eine Anekdote von meinem Schmarrn.

Ich koche derzeit für alte Menschen in einem Altersheim. Dort machte ich den Kaiserschmarrn nach meinem Rezept. Eine Bewohnerin lobte den Schmarrn in höchsten Tönen und sagte, dass dieser nun endlich richtig zubereitet würde.

Kaiserschmarrn

Rezept von Alex
Portionen

2

Portionen
Zubereitungszeit

10

Minuten
Kochzeit

15

Minuten

Zutaten

  • 2 Eier

  • 150g Vollmilch

  • 40g Zucker (1)

  • 1/2 Bio-Zitrone

  • etwas Rum oder Stroh 80

  • 10g Bourbon-Vanillezucker

  • 70g doppelgriffiges Weizenmehl, Type 405 (Auch als Instantmehl oder Wiener Grießler im Handel erhältlich)

  • 1 Prise Salz

  • 20g Zucker (2)

  • Butter (zum anbraten)

  • 20g eingelegte Rumrosinen

  • Puderzucker, zum bestäuben

Zubereitung

  • Die Eier trennen
  • Aus der Milch, dem Zucker (1), der abgeriebenen Schale der halben Bio-Zitrone, dem Strohrum, dem Vanille-Zucker und dem doppelgriffigen Weizenmehl einen dünnen Pfannkuchenteig herstellen
  • Die Eiweisse in der Küchenmaschine auf höchster Stufe mit dem Salz steif schlagen. Während des Vorgangs peu a peu den Zucker (2) zugeben.
  • Das Eigelb unter den Pfannkuchenteig rühren
  • Das Steifgeschlagene Eiweiss unter die Pfannkuchenmasse heben.
  • in einer beschichteten Pfanne auf mittlerer Hitze etwas Butter schmelzen und den Teig zugeben.
  • Die Rumrosinen über den noch flüssigen Teig verteilen. Da darf auch gerne noch etwas Rum reintropfen 😉
  • Auf mittlerer Hitze braten,bis der Schmarrn gestockt ist. Am besten, die Pfanne mit einem Deckel abdecken. Anschließend diesen wenden und mit etwas Butter auf der zweiten Seite ebenfalls goldbraun braten.
  • Mit zwei Kochlöffeln zerrupfen, anrichten und mit Puderzucker bestäuben.

Video zum Rezept

Tipps

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